Kalle Aschenbach / Musiker
Kalle Aschenbach / Musiker

Kalle Aschenbach / Buddhist

Viele werden sich jetzt fragen, Kalle ... du bist doch Musiker und Computerfreak.

Was hat es bei dir mit Buddhismus ?

 

Das ist leicht zu erklären ...

 

Angefangen hat das alles in der End-Hippie-Zeit.

Als es fetzte, im Schneidersitz das "Hare Krishna Mantra" runterzumurmeln,

Bhagvan anzurufen ... ohne zu verstehen, worum es da überhaupt ging.

 

Erste richtige Erlebnisse mit Buddhisten hatte ich beim Besuch einer Bilderausstellung

eines japanischen Künstlers in Halle (mächtig lange her). Wo ich mich das erste mal,

mit asiatischen Mönchen über Erscheinung und Leerheit unterhalten konnte.

 

Ein einschneidendes Erlebnis war, als ich in einem Weimar´er Antiquariat ein Buch über ...

Samatha-Meditation ... und dort ausgerechnet eine Beschreibung der ... Meditation der ...

Unendlichkeit des Raumes und der Nichtirgendetwasheit (5. + 7. Versenkungsstufe) las.

 

Das war natürlich was für mich.

(Zumal in diesem Buch ausdrücklich davor gewarnt wurde, es ohne Anleitung zu machen.)

Nachdem ich das viele Jahre immer wieder praktiziert hatte ... und durch ...

das Erlernen der "Schielmeditation" auch einen stabielen Zustand erreicht hatte,

kam der Rest von ganz alleine ... (viele Bücher, Vipassana-Meditation, Studien usw.)

 

Heute bin ich seit gut 35 Jahren Buddhist der Dzogchen Schule (Maha Ati)

(die Große Vollkommenheit = die spirituelle Essenz aller buddhistischen Lehren ... Erkenntnis der / des ... allen zu Grunde liegenden Buddhanatur / Urgrundes)

und nach der Grenzöffnung wurde ich Mitglied der Deutschen Buddhistischen Union.

Weisheit ...


Ist das Erkennen der Wirklichkeit, so wie sie ist.
Ohne das ... unser gewohnheitsmäßiges Denken, Analysieren und ...

die  Vorstellungen darüber, den ungetrübten Blick darauf verstellen.
(Beispiel ... Augen sehen grüne und braune Tupfer ...

es riecht nach Harz ... der Wind bewegt da was.
In dem Moment ...  wenn ich denke ... Wald ...

ist das schon nicht mehr das ursprüngliche Erkennen,

sondern die Vorstellung davon, was das wohl ist)

 

Spaltet ein Holz, ich bin da. Hebt den Stein auf, und ihr werdet mich dort finden.

"Thomas Evangelium ... 77"

Drei Hauptströmungen des Buddhismus ...

 

  1. das kleine Fahrzeug (Hinayana)

  2. das große Fahrzeug (Mahayana)

  3. das Diamantfahrzeug (Vajrayana)

 

zu 1.) …...........................................................................................

 

Schulen:

Teravada (Schule der Ältesten)

 

Lehre:

4 edle Wahrheiten (Leiden, seine Ursachen, Beseitigung -> Nirvana)

 

Ziel:

Arahat-Ideal (persönliches !!! Erreichen der Buddhaschaft durch Erwachen)

 

Besonderheit:

sehr auf Mönchsorden ausgelegt, strenge Ordensregeln

 

 

zu 2.) …............................................................................................

 

Schulen:

Vijñānavāda (Bewusstseinslehre) …

(auch Cittamātra (Nur-Geist) oder Yogācāra (Yoga-Praxis) genannt)

Amitabha-Buddhismus (Beistand des transzendenten Buddha Amitabha)

Reines Land-Buddhismus (Wiedergeburt in Amitabha´s reinem Land)

Zen (Chan’na = Zustand meditativer Versenkung)

Lotos-Schule (Verehrung des Lotos-Sutra, erkennen der eigenen Buddhanatur)

Maitreya-Buddhismus (erwarten des nächsten Buddha´s … Maitreya)

 

Lehre:

Verbundenheit von Allem ... mit dem Ergebnis des Entstehens von ...

Metta = liebevoller Güte ... und Karuna = Mitgefühl ... für alle Wesen.

4 Siegel = Leerheit, Vergänglichkeit, kein dauerndes Glück außer im ... Nirvana

 

Ziel:

Bodhisattva-Ideal (nach Erwachen zum Wohle aller Wesen das Nirvana verschieben)

 

Besonderheit:

der am meisten verbreitete Buddhismus (auch im Westen).

Unendlich viele Schulen und spirituelle Zugänge … z.b. … Samatha und Vipassana

(das sind Meditationstechniken … friedvolles Verweilen und Erkenntnismeditation)

 

und leider auch … vielen Lama´s, Guru´s, Blendern und ganzen Sekten,

welche die alleinige Weisheit für sich offen in Anspruch nehmen“

 

 

Zu 3.) …....... (gehört eigentlich auch zum Mahayana) .............

 

Schulen:

Nyingma „Rotmützen“ (größte und älteste Schule im tibetischen Buddhismus)

Gelug „Schule der Tugendhaften“ (Gewicht auf Mönchsdisziplin und Zölibat)

Dzogchen (Erkenntnis des Urgrundes und der uns innewohnenden Buddhanatur)

Tantrismus (Mischung aus vorbuddhistischer Bön-Religion und Schamanismus)

 

Lehre:

(Madhyamaka (Mittlere Weg = Lehre von der Leerheit)

 

Ziel:

die Einswerdung mit dem Absoluten und das Erkennen der höchsten Wirklichkeit

 

Besonderheit:

der Guru (Lehrer) nimmt einen zentralen Platz ein.

Gestalten von Mandala´s … Buddhistisches – Lebens-Rad,

sowie viele esoterische Praktiken … zb. Exorzismus

 

Zuflucht ...

 

Als Zuflucht wird im Buddhismus der Vorgang des ... sich Bekennen's,

zu den drei Juwelen ... (Bekenntnis zum Buddhismus)

 

1.) Buddha (Gautama Siddharta)
2.) Dharma (seine Lehre) und
3.) Sangha (die spirituelle Gemeinschaft) ...bezeichnet.


Diese “Aufnahme“ als Buddhist kann man durch dreimaliges Rezitieren der Zufluchtsformel selber vollziehen.

Schöner ist es natürlich wenn ein praktizierender Buddhist eine kleine Zeremonie leitet.

 

Zufluchtsformel ... 3x

Buddhaṃ saraṇaṃ gacchāmi. (dt: Ich nehme Zuflucht zum Buddha)
Dhammaṃ saraṇaṃ gacchāmi. (dt: Ich nehme Zuflucht zum Dharma)
Sanghaṃ saraṇaṃ gacchāmi. (dt: Ich nehme Zuflucht zum Sangha)

Erleuchtung (im buddhistischen Sinn) ...

ist das klare, bewusste Wahrnehmen der ...
Manifestation des Urgrundes allen Seins ...
sowie das ungetrübte Erkennen, 
wie sich durch unsere 6 Sinne … aus Wahrgenommenen ... 
in unserem Denken … Namen davon bilden … 
und  daraus ... in unserem Bewusstsein, 
ein Bild einer „scheinbaren Realität“ geschaffen wird.

Und wie letztendlich dadurch, das wir mit ...
Wollen, Abneigung und Nichtverstehen 
diesen Erscheinungen begegnen ...
alles Leiden der Welt über uns kommt.


Erläuterungen dazu:

Manifestation 
(wie sich uns etwas zeigt / in unser Leben tritt)

Urgrund allen Seins
(Buddhanatur … Tathagatagarbha)
(im christlichen Verständnis auch das Reich Gottes)
ist das, was immer da ist.
[Also auch wenn es keine Menschen gäbe,
würde ja trotzdem alles überall sein … (außer uns … hihi)
es wäre nur keiner da, der beim betrachten denkt …
das ist rund ... ein Baum … das ist gut … die Sonne scheint ... usw.]
Dieser Urgrund hat die Eigenschaft … für uns wahrnehmbar zu sein.
Man sagt ... er ist spontan Präsent. 

6 Sinne 
also entsprechend dem Wahrgenommenen...
sehen, tasten, riechen, schmecken, hören ...
und im Buddhismus zählen … Herz-Geist !!! 
(Gefühle und Denken) auch mit dazu.

Wahrgenommenes
(Gesehenes, Gefühltes, Gerochenes, 
Gehörtes, Geschmecktes und die Gedanken darüber) ...

Wollen (Gier), Abneigung (Hass) und Nichtverstehen (Verblendung)
Dadurch, das wir etwas sehen und dieses möchten, (z.b. Geld, Macht)
oder etwas anderes niemals haben wollen (z.b. Krankheit, Sterben) 
und letztlich die meisten Zusammenhänge auch nicht sehen können …
(oder wollen) … erfahren wir immerfort … LEIDEN

Der zentralste Begriff im Buddhismus ist ...


LEIDEN (Psychisches Leiden ... nicht Schmerz, wenn man sich z.b. schneidet)


Menschen leiden aus drei Ursachen ...


1. Gier (etwas haben wollen, was man unbedingt möchte)
2. Hass (etwas Unerwünschtes unbedingt loswerden wollen)
3. Nichtverstehen des Sein´s ... bzw. ... das Ignorieren von Wissen

 

Beispiel ...
1. Ich möchte `ne neue ... Fender-Gitarre.
2. Erst muss ich meine Steuern bezahlen.
3. Egal, ich kauf sie mir ... und wenn ich kaputt gehe

 

Ist aber nur ein Beispiel ?

(im Sangha stand ein anderes Beispiel ... geht hier nicht ... lach)

MANA ... (Dünkel, Hochmut ... eigentlich ... vergleichender Geist)

 

ich  bin besser als  …
ich  bin schlechter  als  …

ich  bin gleich gut  wie  …

 

MANA ist  eine  der grundlegenden, Leiden schaffenden Zustände unseres Geistes.

 

MANA tritt  in vielen verschiedenen Formen  auf:

 

hier  ein paar  Beispiele mit ... Besser und Schlechter:

Abstammungs-Dünkel  …

z.b. (mein Land ist viel besser / meine Familie ist ärmer)

 

Bildungs-Dünkel ...

z.b. (ich bin viel schlauer / der Lehrer hat ja überhaupt keine Ahnung)

 

Religiöser Dünkel  …

z.b. (Wir haben den wahren Gott / alle anderen sind Ungläubige)

 

Materieller Dünkel  …

z.b. (mein Auto ist größer / Ich habe wirklich nichts anzuziehen)

 

Persönlichkeits Dünkel
z.b. (ich sehe  heute wieder gut aus / ich bin viel zu dick)

 

Selbst  wenn man sich .. gleich – Gut/Schlecht ... wie  andere  fühlt,
geschieht  das  ja  … durch  vergleichende  Bewertung  ... und dies schafft letztlich Leid.

 

Ich  bin krank … offensichtliches  Leid

ich  bin gesund … hoffentlich für immer

Gesundheit - ja alles o.k. ... sei sicher ... das  ändert  sich

der ... Mittlere Weg

 

Um ein relativ glücklicher Mensch zu sein,

bedarf es eigentlich nur "vier Aspekte"... die da sind ...

 

zwei Körperliche … körperliche Gesundheit und geistige Klarheit

zwei Geistige … moralische Integrität und ein wenig Zufriedenheit

 

Wie man die im täglichen Leben erreicht, ist eigentlich ganz einfach.

 

Alles vermeiden …

 

  1. was … der körperlichen Gesundheit und der geistigen Klarheit schadet.

  2. was … moralisch fragwürdig ist, sowie das Vermeiden von zuviel Wollen.

 

Beispiele:

Alkohol, Rauchen, zu viel essen, zu wenig schlafen usw. ... sowie geistige Stumpfheit

lügen, stehlen, betrügen, sexuelles Fehlverhalten usw. … aber auch … Gier

 

Nun könnte man sich ja sagen …

ich lebe nur noch danach, diese 4 Aspekte zu 100% zu vervollkommnen ...

und wird dann sehr schnell merken, das das eigentlich gar nicht möglich ist.

 

Wenn man z.b. arbeitet, kann man sich nicht ausruhen …

obwohl das in dem Moment sicher gesünder wäre.

 

Wenn man bei einer Betriebsfeier sieht, das z.b. eine verheiratete Kollegin …

mit ihrem Cheff „ins Nachbarzimmer“ verschwindet …

sei da mal ihrem Mann (der vielleicht noch dein Freund ist) gegenüber ehrlich ...

wenn du eigentlich die Folgen (Scheidung, weinende Kinder) schon vor dir siehst.

 

Oder (bekanntes Beispiel) …

Ich bin Buddhist .. bei mir gibt es keine Weihnachtsgeschenke für die Kinder.

Und du somit den Kindern … einen Tag … Glücklich sein … stiehlst.

 

Lange Rede … kurzer Sinn !!!

 

Buddha lehrte vor 2500 Jahren den … Mittleren Weg

 

Das man sich zwar bemühen soll, alle heilsamen Aspekte anzustreben.

Wenn man aber merkt, das einem das gar nicht bekommt …

es in dem Moment nicht richtig ist ...oder auch …

das man damit anderen Schaden zufügt … oder sie gar unglücklich macht …

 

dieses klar sehen, und mit etwas Gelassenheit und einem Lächeln ...

sich nicht dadurch das Leben ... schwer machen zu lassen.

Die Drei Welten

 

die Welt der sinnlichen Wahrnehmung (unsere Welt)

 

Erfahrbar durch … sehen, anfassen, hören,

schmecken, riechen, fühlen und denken …

Beispiel … da, ein Auto … der Himmel ist blau ... ein Kind weint

 

die Welt des allseits spürbar Wirksamen (Welt des Karma)

 

Erfahrbar durch … richtiges Erkennen der …

sich überall zeigenden Wirksamkeit von Ergebnissen ...

denen, zeitlich zuvor, eine Ursache erst ihr Dasein ermöglicht.

Beispiel … Ich lebe, da meine Oma meine Mutter geboren hat

 

die Welt des unerschaffenen „So Seins“ (Urgrund alles Seins)

 

Erfahrbar durch Zustände tiefster Meditation (Dhyana´s)

aber auch (seltener) durch unbewusstes loslassen der Sinne.

Beispiel … Ich laufe durch eine dichte Menschenmenge …

und nehme alles gehörte nur als das war, was es ist … Hörbares

logisches Gedankenspiel ...

 

Nicht nur die Durstigen suchen Wasser. Das Wasser sucht auch die Durstigen !

 

Stimmt genau ... Denn wir Menschen brauchen die Natur um zu sein ...

Und genau so braucht die Natur den denkenden Betrachter,

damit Wald, Wiesen, Himmel, Flüsse und Ozeane als das in´s Sein treten,

aus dem dann unsere Wahrnehmung und unser Denken ...

Wald, Wiesen, Himmel, Flüsse und Ozeane ... schafft.

 

Vielleicht noch zwei kleine Gedanken dazu ...

 

1.) Für den Gedanken, das nicht nur wir Menschen z.b. GOTT brauchen

(also hier bin ich und alles was nicht Ich ist ... gehört zu Ihm),
Sondern auch ER (Gott) uns Menschen braucht, damit ER ...

durch unsere Namen und die Vorstellungen für und über ihn ...

erst einen Platz in unserer Vorstellung von und über die Welt bekommt ...


Für diese Gedanken ...

wäre man vor ein paar hundert Jahren auf den Scheiterhaufen gekommen.

 

2.) Und das zeigt mir aber auch, seine Wahrhaftigkeit ...

Als Moses IHN beim brennenden Dornbusch nach seinem Namen fragte ...

Antwortete ER ... Sag den Menschen mein Name ist ...

ICH BIN

 

Und diese Aussage zu seiner “Person“

sind unabhängig von unserer menschlicher Vorstellung ... Wahr. Nämlich ...
Sein Name, Ewig, Schöpfer, Allwissend, seine Liebe, Zerstörer, Güte,

richtende Gerechtigkeit und tausendfach so weiter.
Alles was wir uns über IHN vorstellen können, ist mit SEINEM Satz gesagt ...
ICH BIN

Hier sind wir arme Narrn. 

Auf Plätzen und auf Gassen,

Und tun die ganze Nacht

mit unsrer Musik passen.

 

Es gibt uns keine Ruhe,

die starke Liebesmacht,

Wir stehen mit dem Bogen

erfroren auf der Wacht.

 

Sobald der helle Tag

sich nur beginnt zu neigen,

Gleich stimmen wir die Laut,

die Harfen und die Geigen.

Kontakt

Karl Aschenbach

Hertelstr. 1

36433 Bad Salzungen

 

Telefon: 03695-604045

Handy: 01522-8671839

 

Musiker@Kalle-Aschenbach.de

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